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Hans60


Braune Pfeffernüsse / Eifrei
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Braune Pfeffernüsse

      3    Pf. Mehl
      1    Pf. Zucker
      1    Pf. Sirup
      1    Pf. Fett
           Nelkenpfeffer
           Zitrone
      4    gestr. Teelöffel Natron

    Die Zubereitung war nicht beschrieben, das wusste meine Mutter aus
  dem Kopf. Auch die Menge Nelkenpfeffer und Zitrone hat sie nach
  Gefühl dosiert. Glücklicherweise habe ich noch einiges in
  Erinnerung. Es geht etwa so:

    Sirup (Zuckerrübensirup, auch Rübenkraut genannt), Zucker und Fett
  (ich habe Butter genommen, aber Margarine wird wohl auch gehen) werden in einen Topf gegeben und langsam lauwarm gemacht. Dabei rüh-ren. Die Butter schmilzt und das ganze muss eine homogene, dünnflüssige Masse ergeben.

Mehl mit Natron (4 Tl. sind etwa 25 g) und Nelkenpfeffer vermischen und in eine große Rührschüssel geben. Nelkenpfeffer ist besser unter dem Namen Pigment bekannt. Ich habe 6 Teelöffel (18 g) genommen,
 das kam ganz gut hin. Man kann bei den Gewürzen natürlich etwas
  Phantasie walten lassen. Ich glaube, meine Mutter hat immer noch etwas
  Kardamom dazu getan. Eine Prise Salz gehört wohl auch noch dazu. Eine
  Fertigmischung ("Lebkuchengewürz" oder wie auch immer) würde ich als
  Stilbruch betrachten.

 In das Mehl eine Vertiefung machen und da das Sirup-Zucker-Butter-Gemisch hineingeben. Rühren. Zitrone (Saft einer großen oder 1 1/2 klei-ner Zitronen) dazu und weiterrühren. Der Teig wird sehr fest. An diesem Punkt bin ich mir nicht sicher, ob man noch Flüssigkeit dazutun soll, wenn der Teig zu fest erscheint.
    Jetzt muss der Teig eigentlich mindestens eine Woche an einem kühlen
  Ort ruhen. Ich weiß aber, dass meine Mutter nicht immer so lange
  gewartet hat, und ich habe bei meine bisherigen Versuchen auch nur ein
  bis zwei Tage gewartet.

    Wenn man den Teig von besagtem kühlen Ort hervorholt, stellt man
  fest, dass er steinhart ist. Man sollte ihm einige Stunden Zeit geben,
  um auf Zimmertemperatur zu kommen. Er ist dann aber immer noch zu
  hart. Mit einem achtel l Milch lässt er sich so verarbeiten, wie ich
  es bei meiner Mutter in Erinnerung habe. Allerdings bilde ich mir ein,
  dass die Plätzchen, die ich mühsam vor der Milchzugabe gemacht habe,
  herzhafter schmecken. Vielleicht geht es auch ohne, wenn man den Teig
  doch länger ruhen lässt und/oder wenn man bei höherer
  Zimmertemperatur arbeitet. Schließlich wurde so was früher in einer
  großen Küche gemacht, wo ein gemauerter, mit Holz gefeuerter Herd
  eingeheizt hat.

    Wie dem auch sei, der Teig wird dünn ausgerollt und es werden mit
  Formen Plätzchen ausgestochen. Die kommen auf ein gefettetes
  Backblech. Ich habe nach der Gebrauchsanweisung meines Herdes mit 130 bis 140 Grad und Umluft ca. 15 min. gebacken. Vorsicht, die Farbe
  ändert sich beim Garen kaum. Wenn sie doch in dunkel- oder
  schwarzbraun umschlägt, ist es eigentlich schon zu spät. Nach dem
  Backen kommen die Pfeffernüsse auf einen Rost zum Abkühlen und dann
  in eine fest verschließbare Blechdose.

    Man kann auch noch gehackte Mandeln unter den Teig mischen.

habe ich noch nicht gemacht, weil ich einfach nicht die richtige Getreidemehlmischung zusammen bekomme, nur mit Buchweizen wird zu trocken, mit Amaranth + Reis , wie ich sonst arbeite, nee habe keine Traute, aber reizen tun sie mich doch. 

MfG
Hans
